SGV Vereinschronik 1930 - 1960
Wie alles begann!
In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg kam der Fußball auf.
Nur vereinzelt fand man an dieser Sportart Gefallen.
Es war deshalb ein gewagtes Unternehmen, als im Jahre 1930 26 sportbegeisterte junge Männer
den Grundstein für den Fußballverein Vöhringen legten.
Die Gründungsmitglieder des Fußballvereins Vöhringen:
| Eugen Bossert |
Willy Brodbeck |
Hermann Geiser |
Emil Heckele |
| Otto Kienzle |
Karl Kipp |
| Wilhelm Kipp |
Albert Kopf |
| Fritz Kopf |
Friedrich Link |
| Wilhelm Link |
Andreas Lupold |
| Hermann Plocher |
Ernst Schäfer |
| Christian Schäuble |
Andreas Schanz |
| Ernst Schmid |
Karl Schmid |
| Paul Schmid |
Willi Schmid |
| Erwin Schuler |
Karl Speidel |
| Eugen Steidinger |
Friedrich Stoll |
| Otto Trick |
Wilhelm Trick |
Diese Sportart erfreute sich damals noch nicht der Beliebtheit der heutigen Zeit.
Die Anhängerschaft war dementsprechend klein. Was wir - und vor allem unsere aktiven Spieler - heute als Selbstverständlichkeit betrachten,
war damals nur mit Ausdauer, Mühe und unbedingter Leistung möglich.

Die politische Umwälzung der dreißiger Jahre brachte auch eine Änderung auf sportlichem Gebiet.
Der Reichsbund für Leibesübungen wurde gegründet mit dem Bestreben, alle Sporttreibenden auch in der Gemeinde zusammenzuschließen.
Im Zuge dieser Entwicklung erfolgte durch Vorsitz von Bürgermeister Kopp im Jahre 1938 anlässlich der Turn- und Festhalleneinweihung
die Vereinigung des Turn- und Sportvereins zu der "Sportgemeinschaft Vöhringen.
Der gemeinsame Weg war zunächst nur kurz, denn im Herbst 1939 unterbrach der 2. Weltkrieg das Leben des Vereins zum Wiederholten Male.
Trotz zahlreichen persönlichen Verlusten in den Reihen der Sportler, der politischen Umwälzung als Folge des verlorenen Krieges und den fehlenden Mitteln,
haben sich aus Krieg und Gefangenschaft zurückgekehrte Idealisten und Männer der jungen Generation den Sportgedanken bewahrt.
Zwar war der Sport bei der Besatzungsmacht, aus bekannten Gründen, kein beliebtes Diskussionsthema.
Die gemeinsamen Bemühungen der Vöhringer Bürger führten jedoch soweit, dass wenigstens im Jahre 1946 der Fußballsport als unbedenklich zugelassen wurde.
Im Jahre 1947 wurde unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Richard Lehmann der Fußball wieder ins Leben gerufen.
Durch diesen Vorgang ermutigt, versuchten auch die aktiven Turner im Jahre 1948 über das Kultusministerium eine Erlaubnis für das ihnen lieb gewordenen Turnen zu erreichen.
Die Ablehnung dieses verständlichen Wunsches hatte sie jedoch keineswegs entmutigt. Im kleinen Kreis wurde weitergeturnt und diese Unentwegten führten
nach offizieller Billigung im Jahr 1949 die alte Turnergemeinde wieder zusammen.
Endlich war der Weg für die beiden Sparten Turnen und Fußball wieder frei.
Der Fußball wurde in Vöhringen zu einer sehr beliebten Sportart, wenngleich auch gewisse Anfangsschwierigkeiten zu überwinden waren.
Nach dem großzügigen Ausbau und der Anlage des stadionartigen Sportplatzes im Jahre 1960 konnten sich die Fußballspieler in die Spitze der A-Klasse vorarbeiten
und dort auch überzeugend behaupten
© Uwe Kopf